Streitsüchtige Siedler aus dem Norden

Wir schreiben das Jahr 2015: Vier mächtige Zivilisationen haben neues Land entdeckt und machen sich nun daran, es zu erkunden, zu kultivieren und zu erobern. Jedes Volk hat dabei seine eigenen, mächtigen Fähigkeiten, die es nicht nur dazu einsetzt, um friedlich Handel zu treiben und Rohstoffe zu erwirtschaften, sondern vor allem um die Gegner zu verdrängen. Und so, liebe Spielefreunde, hat alles begonnen – mit der Veröffentlichung von Imperial Settlers unseres Partners Portal Games. (Ihr wollt mehr zu Portal Games wissen? Dann schaut in unseren Blogbeitrag Unsere Partnerverlage – Portal Games)

Auch wenn es auch bei den kleinen, knuffig aussehenden Siedlern schon bald weitergeht – die neueste Erweiterung Aufstieg eines Imperiumserscheint Anfang kommenden Jahres – wurde es nach Amazonen, Atlantern, Azteken und natürlich den vier Völkern des Grundspiels, Barbaren, Japaner, Römer und Ägypter, einfach irgendwann zu eng im Paradies. Und so hat sich Settlers-Vater Ignacy Trzewiczek dazu entschlossen, ein neues, eigenständiges Spiel im gleichen Universum zu entwickeln.

Empires of the North Spielsituation

Gesagt, getan – im Oktober 2019 zur SPIEL durftet ihr sein brandneues Werk erstmals begutachten. Passend zum Namen, Empires of the North, erwarten euch im Grundspiel sechs nordische Clans aus drei unterschiedlichen Völkern, die ihr durch gute und schlechte Zeiten, durch raue und milde Winde, durch stürmische und ruhige Meere auf ihren Streifzügen zu neuen Landen begleiten dürft. Das Problem, ihr habt es euch sicher schon gedacht, auch die anderen Spieler machen sich als frischgebackene Clan-Führer auf den Weg. Und so kommt es vor, dass ihr manchmal sogar im Wettstreit mit einem Clan eures eigenen Volkes steht. Aber die Ressourcen in eurer Heimat sind knapp, also errichtet neue Orte und entdeckt neue Inseln, zu denen ihr segelt und die ihr plündert. Aber egal wie, kommt nicht mit leeren Händen nach Hause!

Bevor ihr jetzt aber in See stecht bzw. euer neues Lieblingsspiel beim Fachhändler eures Vertrauens bestellt, wollen wir euch natürlich noch die verschiedenen Clans vorstellen. Beginnen wir mit dem Ulaf-Clan: Der Ulaf-Clan, das sind gefürchtete Wikinger. Als Mitglieder dieser Horde besteht euer Alltag in erster Linie aus Zerstören, Plündern und Erobern. Da schlägt euer Wikingerherz höher! <3 Aber denkt daran, wenn ihr euch für die Plündern-Strategie entscheidet, werdet ihr am Ende womöglich noch Äxte übrig haben, aber als Wikinger wisst ihr sicherlich, wofür ihr die benutzen könnt! ;)

Die Männer des Heidel-Clans sind unverkennbar: Rotes Haar, gefährlich dreinschauende Wikinger … und nicht selten von Seite zu Seite schwankend mit einem Krug in der Hand. Denn nach getaner Arbeit genehmigen sich die Heidel-Männer gerne mal das ein oder andere Bier in der Taverne. Dennoch sind sie kampferprobte und unerbittliche Wikinger – wenn ihr dafür sorgt, dass sie sich nicht zu viele Krüge und Trinkhörner genehmigen oder überschwänglich Schiffe zerstören. Allerdings solltet ihr auf der anderen Seite dafür sorgen, dass es möglichst viele Tavernen gibt, denn nichts spornt die Heidel-Clan Jungs mehr an als ein gutes Fest mit gebratenem Fleisch und natürlich jeder Menge Bier.

Die Nanurjuk sind immer on tour, denn sie sind ein Clan von Reisenden, immer auf der Suche nach neuen Siedlungsgebieten. Umso wichtiger ist es zu erkennen, wann die Zeit gekommen ist, einen Ort hinter sich zu lassen. Denn nach dem Ausbauen der Ortskarten und dem Sammeln ihrer Ressourcen müsst ihr euch von manchen Orten zu gegebener Zeit verabschieden und euch zu neuen Ufern aufmachen. Aber neue Länder und Orte warten schon darauf, von euch entdeckt, besiedelt und genutzt zu werden. Auf, auf!

Die Inuitkrieger des Panuk-Clans sind Perfektionisten – mit ihnen strebt ihr eine stetige Entwicklung eurer Orte an. Also, sammelt Punkte für bestimmte Kartentypen und führt möglichst oft die Entdecken-Aktion aus, um Karten von eurem Clankartenstapel zu ziehen und so die fehlenden Puzzleteile zu finden.

Mit dem Glenn-Clan ist das Kopieren eurer eigenen Orte eure größte Stärke. Denn ganz klar, je mehr Eisdielen sich in eurem Reich befinden desto besser – logisch! Eure Stärke zieht ihr aus den schönen Dingen des Eroberer-Lebens – Musik, Rugby, Ballonfahrten und natürlich euer geliebtes Haustier. Also warum selbst lossegeln, wenn man auch warten kann, bis ein Gegner die passende Karte auf seinen Ablagestapel spielt und sich diese dann mit dem „Kameldiebstahl“ ins eigene Volk holen?

Ersparnisse lassen sich bekanntlich am besten unter dem Kopfkissen aufbewahren … oder in Töpfen, im Garten, unter der Bank … Das wissen auch die Clansmänner des MacKinnon-Clans. Denn bei ihnen dreht sich alles um das liebe Geld. Haben sie erstmal etwas Reichtum angehäuft, wird das Imperium dank Zinsen jede Runde mächtiger und vor allem reicher. Die ersten Runden solltet ihr dabei als Investitionen betrachten, die sich schließlich durch unermesslichen Reichtum, ähm natürlich durch den Sieg auszahlen werden! ;)

Doch je mehr die Clans aus dem Norden entdecken, desto mehr andere Völker stellen sich ihnen in den Weg. Und so haben die Clans des Grundspiels schon längst Zuwachs bekommen: Mit der ersten Erweiterung Empires of the North: Japanische Inseln kommen zwei neue Clans aus dem Volk der Japaner ins Spiel: Der Saikoro-Clan ist bekannt für seine herausragenden Händler, die sich ein gutes Geschäft mit einer fremden Zivilisation niemals entgehen lassen. Doch Vorsicht, ihr solltet ihnen niemals einen Gefallen schuldig bleiben! Der Umineko-Clan besteht dagegen vorwiegend aus fleißigen Hafenarbeitern. Sie haben immer den allerbesten Zugang zu exotischen Gewürzen und Stoffen und den richtigen Riecher, wann es sich lohnt, diese exquisiten Waren an den Mann oder die Frau zu bringen.

Mit der zweiten Erweiterung Empires of the North: Römische Banner haben zwei neue, römische Clans das Parkett betreten – der Flavian-Clan und der Trajana-Clan. Ihr kennt Trajana noch nicht? Sie ist eine Meisterin der Expansion und alle Clans erzittern vor ihren Legionen. Aber selbstverständlich ist sie auch multitaskingfähig und behält auch die Wirtschaft in all ihren Herrschaftsgebieten im Blick. Dabei verliert sie jedoch nie den Fokus aus den Augen: Denkmäler, die ihre Clan-Mitglieder ihr zu Ehren errichten dürfen. Der Flavian-Clan fokussiert sich dagegen auf seine Kernkompetenz: Rom! Aber dort geht er in die Vollen und errichtet alle großen Bauwerke der Stadt. Quasi selbst schon zum Fundament der ewigen Stadt geworden, übersteht der Flavian-Clan alle Feuer, Seuchen und Vulkane. Komme was wolle, das Bauen muss weitergehen!

Vor kurzem ist nun schon die dritte Erweiterung Empires of the North: Barbarenhorde erschienen. Macht euch auf wilde Krieger aus, ja, woher denn eigentlich, gefasst. Der Urvart-Clan hat seine Spione überall auf der Welt verteilt. Und wer seine Augen überall hat, bekommt bekanntlich auch jede Menge mit. Kein Wissen ist vor ihm sicher. Und so versucht der Heidel-Clan gerade noch das Rezept seines geliebten Bieres geheim zu halten, während der Glenn-Clan schon um die Geheimhaltung von Omas Eisrezept kämpft. Der zweite Barbaren-Clan, der Boudicca-Clan, ist dagegen leichter zu durchschauen. Seine Mission lautet, Boote bauen, Boote bauen und, ihr erratet es sicher, Boote bauen! Als Piraten segeln sie über alle Weltmeere und treffen dabei immer wieder auf Clans, die ohne Schutz unterwegs sind – selbst schuld! Doch das Gute im Nahen suchen oder in die Ferne streben für noch exotischere Waren? Diese Wahl müsst ihr treffen! Doch egal, wie ihr euch entscheidet, wir wünschen euch viel Spaß mit den knuffigen, knubbeligen und doch wahnsinnig furchteinflößenden Völkern aus Empires of the North!

 

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